Australian adventures

Unsere Reise nach Neuseeland

10 Tage Abenteuer auf der Nordinsel

Wellington empfängt uns mit Nieselregen, Wind und kühlen Temperaturen. Wir werden von Julians Verwandten herzlich im schicken Haus mit Meerblick aufgenommen und verbringen einen schönen Abend mit Curry und Wein.

Am nächsten Tag machen wir bei Wind und Wetter einen kurzen Abstecher zum Mount Victoria um Wellington „von oben“ zu sehen.

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Anschließend machen wir uns auf den Weg in Richtung Hawke’s Bay, das an der Ostküste der Nordinsel liegt.

Hawke’s Bay ist bekannt für ein mildes Klima, das ideal für den Weinanbau ist. Dementsprechend haben wir dort auch einige Weine verkostet und ansonsten viel und gut gegessen.

Unsere Hauptdestination ist Napier, der Ort ist besonders für die „Art déco“ Architektur der 30er Jahre bekannt. Nach einem verheerenden Erdbeben im Jahre 1931 wurde die Stadt in diesem Stil wieder aufgebaut. Außerdem gibt es unzählige Antiquitäten- und Schmuckgeschäfte, die das „Shopaholic-Herz“ höher schlagen lassen.

napier

Wir haben insgesamt drei Tage in Napier verbracht bevor es dann nach Tauranga, das in der Bay of Plenty Region liegt, weiterging. Den Abend verbrachten wir mit einem Freund aus Österreich mit gutem Essen und Trinken.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Mount Maunganui, das beschreibt sowohl den Berg, der eigentlich ein erloschener Vulkan ist, als auch die Stadt selbst. Die Gegend zieht viele Touristen und vorallem Surfer an – ein bisschen erinnert die Umgebung an Byron Bay/Gold Coast in Australien. Nach einem Strandspaziergang machten wir uns auf den Weg Richtung Auckland/Waiheke Island.

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Waiheke Island liegt ca. 18 km von Auckland entfernt und ist mit der Fähre zu erreichen (ca. 35 Minuten Fahrt). Das Wetter hat es leider mal wieder nicht gut mit uns gemeint, also haben wir die Überfahrt im (sehr gemütlichen) „Bistro“ der Fähre verbracht, wobei die Zeit relativ schnell vergangen ist, während ich in der „Waiheke Island Telegraph“ Zeitung geschmökert habe.

An der Anlegestelle der Fähre wurden wir von Julians Tante in Empfang genommen, die uns dann in ihr total gemütliches und schmuckes Haus gebracht hat. Es liegt auf einer leichten Anhöhe mit großer Terrasse inklusive Meerblick. Den Tag haben wir dann gemütlich mit Tratschen, Tee und einem Film ausklingen lassen. Über Nacht hat es dann zu Schütten begonnen, sodass sogar einige Straßen überflutet und unpassierbar waren.

Wir haben erst mal gemütlich im Café Solar (mit Aussicht!) gefrühstückt und uns dann ein paar kleinere Geschäfte angeschaut. Dann ging’s weiter zum Wine Tasting in den Cable Bay Vineyards und Thomas Bach (wieder mit traumhafter Aussicht – trotz des grauen Himmels) inklusive Käseplatte.

Am Nachmittag haben wir uns dann wieder mit der „Sealink“ Fähre Richtung Festland aufgemacht. Unser Mietauto mit unseren Habseligkeiten (wir haben nur einen kleinen Rucksack mit den notwendigsten Utensilien mit auf die Insel genommen) war zum Glück noch an Ort und Stelle und unbeschädigt. Wir haben uns dann direkt auf den Weg nach Hamilton gemacht, das ca. 1 ½ Autostunden von Auckland entfernt ist. Ich hätte zwar gerne einen Abend/Nacht in Auckland verbracht, Julian hat jedoch abgewunken und wir waren auch schon etwas unter Zeitdruck um rechtzeitig wieder nach Wellington zu kommen.

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Am nächsten Morgen machten wir uns Richtung Rotorua auf. Ich hatte im Vorfeld über die Hamilton Gardens gelesen, nämlich dass diese öffentlich zugänglichen Gärten in verschiedensten Stilen angelegt sind (zB chinesisch, italienische Renaissance, etc.). Da wir beide nicht so die Gartenfans sind, hatten wir ursprünglich keinen Besuch eingeplant. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass die Gärten direkt am Weg lagen und so haben wir doch „kurz“ vorbeigeschaut „wenn wir schon mal da sind“. Das hat sich dann fast als Highlight herausgestellt! Die Gärten waren unglaublich schön und mit Liebe gepflegt und total interessant anzuschauen. Zusätzlich war der Eintritt frei! Das Wetter meinte es für die 1-2 Stunden, die wir dort waren auch ausnahmsweise gut.

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In Rotorua angekommen, haben wir uns eine kleine Auszeit im Polynesian Spa gegönnt, so etwas wie eine Outdoor Therme nur etwas natürlicher gehalten als die Thermen, die man von zu Hause kennt – wir waren allerdings im „adults only“ Bereich, im Kinderbereich gab es anscheinend auch Rutschen etc. (hätten wir doch den Bereich buchen sollen!). In diesem Spa finden sich mehrere Becken mit Thermalwasser, mit Temperaturen bis zu 42 °C – perfekt für mich. Aussicht auf den See inklusive.

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Nach dem Spa machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Süden – wir überlegten ob wir die Fahrt bis nach Wellington wagen sollten oder doch vorher noch einen Stop in der nächsten größeren Stadt Palmerston North, einlegen wollten. Wir beschlossen, dass wir das später spontan entscheiden.

Wir machten einen Abstecher zum Lake Taupo, wo es allerdings (wer errät es?) wieder einmal geschüttet hat. Somit sind wir leider nicht einmal aus dem Auto ausgestiegen und sind vorerst weitergefahren. Als wollte uns der Wettergott verhöhnen, hat sich der Regen keine 10 Minuten später verzogen und wir konnten doch noch einige Fotos machen und die Aussicht auf den See und die Berge genießen.

Der Weg gen Süden war mein persönliches Highlight – durch grüne, saftige Hügellandschaften ging es den „State Highway 2“ bergauf bis zu 1000 m Seehöhe, vorbei an schneebedeckten Vulkanen, einer verschlafenen Kleinstadt mit einem Armee-Trainingsstützpunkt (Waiouru), wo wir kurz bei Subway einkehrten. Die Straße hier führt durch eine Wüste mit trockenem, alpinem Klima die bei winterlichen Wetterbedingungen mit Schnee und Eis oft unpassierbar ist. Am Ende der Wüstenstraße tauchten dann wie aus dem Nichts wieder links und rechts Bäume und auch Wohnhäuser auf! Das ist wohl das, was Julian meinte, wenn er sagte, dass die Landschaft in Neuseeland so vielfältig ist!

Wir haben es dann letztendlich doch bis nach Wellington geschafft und waren dementsprechend wieder direkt auf Meereshöhe!

Hamilton, Rotorua, Lake Taupo, Schnee, Wüstenstraße und dann wieder am Meer und das alles an einem Tag, unglaublich!

Am nächsten Tag haben wir das Wellington Museum „Te Papa“ angeschaut, das kostenlose Ausstellungen anbietet (viel Zeit einplanen!). Wir waren in Ausstellungen über das „Colossal Squid“ (Koloss-Kalmar) sowie Erdbeben und die Schlacht von Gallipolli – eine gute Mischung 😉 – unglaublich interessant, unbedingt einen Besuch einplanen wenn man in Wellington ist!

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Am Abend holten wir uns Burger vom Fish & Chips Shop „um die Ecke“, schauten den Crime Channel, während das Kaminfeuer loderte – für mich sowieso der perfekte Urlaub, einfach gemütlich die Seele baumeln lassen 🙂

Am nächsten Morgen haben wir uns in aller Früh auf den Weg zum Flughafen gemacht, der zum Glück nur ca. 5 Autominuten von uns entfernt war – und es ging wieder zurück nach Sydney.

Insgesamt war es ein traumhaft schöner Urlaub mit vielen lieben Menschen, unglaublicher Gegend und viel leckerem Essen und Trinken. Irgendwann möchte ich mir dann auch unbedingt die Südinsel anschauen – am liebsten im Winter 🙂


 

Noch ein paar (Spar-) Tipps und generelle Anmerkungen falls ihr eine Reise nach Neuseeland plant:

Visum:

Wenn man mit einem Österreichischen Reisepass reist, braucht man im Vorfeld kein Visum beantragen, einfach im Flugzeug die „Arrival Card“ ausfüllen und bei der Einreise bekommt man dann ein drei Monate gültiges Touristenvisum ausgestellt (a.k.a. Stempel im Reisepass) – das Ganze ist kostenlos.

Kosten/Wechselkurs:

Für € 1 bekommt man momentan (Stand 10.10.2016) 1,50 NZD (Neuseeländischer Dollar), zahlt sich also für Europäer aus, nach Neuseeland zu reisen. Für uns, da wir ja in erster Linie australische Dollar am Konto haben, war es leider im Grunde gleich teuer wie in Australien, also TEUER!

Verkehrsmittel:

Wir haben uns ein Auto bei Ace Rental Cars gemietet, das war der günstigste Anbieter. Mit einem Toyota Corolla haben wir die -teils recht abenteuerlichen- Straßen unsicher gemacht 😉

Aber Vorsicht: Man bekommt eben das, wofür man bezahlt. In unserem Fall bedeutete das, dass diese Mietwagenfirma vom Flughafen aus recht umständlich zu Fuß erreichbar war (sie bieten während der Öffnungszeiten ein Shuttle-Service an, wenn man jedoch sehr früh/spät ankommt/abreist, muss man ggf. Im Dunkeln mit schwerem Gepäck zum Flughafengebäude gehen oder wenn man es sehr eilig hat, ein Taxi nehmen – Gehweg ca. 10 Minuten). Die größeren Unternehmen wie Hertz, Avis, etc. sind eigentlich immer in direkter Nähe des Flughafengebäudes und man muss nicht lange suchen.

Flug:

Wir reisen generell mit eher kleinem Gepäck, daher haben wir uns dieses Mal einen (großen) Koffer geteilt und somit nur 1x die Extragebühr für eingechecktes Gepäck bezahlt. Für den dreistündigen Flug haben wir es uns auch gespart, extra Essen zu bestellen und haben und stattdessen Snacks mitgenommen – Achtung: Was übrig bleibt vor der Einreise entsorgen oder deklarieren (alternativ: schnell noch aufessen), sonst kann es teuer werden. Neuseeland hat ähnlich wie Australien sehr strikte Einfuhrbestimmungen was Nahrungsmittel, etc. betrifft.

Essen und Trinken:

Da sparen wir ungerne, aber knapp 10 Tage 3x täglich auswärts essen geht natürlich trotzdem sehr ins Geld. An den meisten Tagen wurden wir zum Glück bei Verwandten „durchgefüttert“ aber ab und zu haben wir uns auch einfach Weckerl, Obst, Smoothies, etc. im Supermarkt (PAK’nSAVE kann ich hierbei empfehlen, günstig und große Auswahl) gekauft, anstatt teuer frühstücken zu gehen. Nachmittags/abends darf’s auch mal Subway oder Thai Take Away sein statt schickem Restaurant. „Leider“ kann man in Neuseeland unglaublich gut Essen gehen, was natürlich vor allem im Urlaub sehr verlockend ist. Ich glaube, wir haben da einen ganz guten Mittelweg für uns gefunden.

Wart ihr schon in Neuseeland? Welche Geheimtipps habt ihr, was muss man unbedingt sehen? Ihr plant eine Reise nach Neuseeland? Her mit euren Fragen! Ich freue mich darauf 🙂 

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5 Kommentare zu „Unsere Reise nach Neuseeland

  1. Hey Birgit 🙂 voll cooler Blog Artikel…schade das das Wetter nicht mitgespielt hat ansonsten klingt das ja alles mega cool : ) schön, dass ihr eine tolle Zeit hattet…btw…wir schauen uns die Südküste im Winter an! kommt doch einfach mit uns mit und wir treffen uns gleich in Neuseeland nächstes Jahr 😉
    GLG Tanja und Christoph

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