Australian adventures

12 Dinge die dir nur in Australien passieren

Jetzt bin ich ja schon eine Weile hier und daher konnte ich einige Eigenheiten beobachten, die mich teilweise zum Lachen bringen, andere hingegen lassen mich ratlos oder kopfschüttelnd zurück. Seht selbst 🙂

Was sind eure Erfahrungen mit „den Australiern“? Freue mich über Kommentare!

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Patriotischer Kuchen anlässlich des Australia Days

 

1 Leute, die auf der Autobahn langsamer fahren, als erlaubt (natürlich auch auf der Überholspur) und das obwohl das Tempolimit bei gemütlichen 110 km/h liegt. Selbiges kann man für jede Geschwindigkeitsbegrenzung jenseits der 50 km/h beobachten.

2 Policital incorrectness: Man macht sich über alles und jeden lustig – Lachen tun die Australier gerne, einen „Genierer“ hat eigentlich keiner, so wird sympathischerweise auch über sich selbst gelacht oder generell einfach vieles mit Lachen überspielt. Tabus sind kaum vorhanden.

3 „What’s for dinner?“ Das Abendessen stellt in Australien die heißgeliebte Hauptmahlzeit dar und ohne die geht natürlich gar nichts! Ich bin es eigentlich gewohnt, mittags mein Hauptgericht zu essen, daher stört es mich nicht, abends nur Brot etc. zu essen. Wenn aber hier abends etwas geplant wird („go for a few drinks“), muss natürlich auch das dinner mit eingeplant werden. Wenn man im Pub ist, kann man sich ja einfach ein Schnitzel o.Ä. bestellen, wenn man aber Gäste einlädt sollte man auf jeden Fall eine größere Mahlzeit anbieten oder man muss damit rechnen dass die Leute das selbst in die Hand nehmen (Pizzaservice anrufen oder Maccas Drive Through). Ich werde immer noch mit ganz großen Augen angeschaut wenn ich manchmal das Abendessen ausfallen lasse (mein Stoffwechsel scheint immer noch auf mitteleuropäische Mahlzeitengestaltung eingestellt zu sein).

4 Formalitäten werden überbewertet – Warten, bis alle am Tisch sitzen? „Guten Appetit oder Mahlzeit“ wünschen? Das ist doch alles Zeitverschwendung. Genauso wie viele Leute es einfach ignorieren, wenn jemand niest anstatt „bless you“ zu wünschen – meist entschuldigt sich der Nieser und das war’s. Man darf sich auch nicht wundern wenn auf ein „bless you“ kein „thank you“ zurückkommt. Erstaunlich bei den sonst doch so höflichen Aussies!

5 BBQ Bei einem Barbecue könnte man als Österreicher gedanklich ins Schwärmen kommen: Kotelett, Würstel, Knoblauchbrot, Kartoffelsalat, Saucen/Dips, etc. Hier werden die BBQs viel minimalistischer gestaltet (Hauptsache genug Fleisch ist vorhanden), sie bestehen normalerweise aus Würsteln, die mit weißem Toastbrot, Barbecuesauce und Ketchup (tomato sauce) serviert werden. Das Würstel legt man dann ins Brot, schüttet großzügig Sauce drüber und klappt das Brot, ähnlich wie ein Hot Dog, zusammen. Fertig. Manchmal gibt es allerdings auch einen grünen Salat dazu 😉 Mahlzeit!

6 Straßenschuhe im Haus: Es wird grundsätzlich mit Schuhen ins/im Haus gegangen, egal ob zu Hause oder bei Gästen und welche Art von Boden verlegt ist – Teppich, Holz oder Fliesen. Scheint niemanden zu stören. Ich find’s nach wie vor schrecklich (in meinem Haus werden die Schuhe ausgezogen!).

7 Umgekehrt ist es hingegen vollkommen normal, barfuß einkaufen oder auch in die Bank zu gehen (oder generell in Nicht-Strandnähe in Badehose und barfuß sein Surfbrett durch die Stadt zu tragen – so gesehen letzten Sonntag als ich auswärts frühstücken war). Das gilt sowohl für (Klein)kinder als auch für Erwachsene und ist auch relativ egal wie elegant das Geschäft ist. Verkehrte Welt könnte man sagen 😉

8 Smalltalk: Es ist hier völlig normal, wildfremde Leute (zB Kunden wenn man im Kundenservice arbeitet) zu fragen, ob sie einen stressigen Tag hatten oder was sie am Abend/Wochenende geplant haben. Man erhält auch in den allermeisten Fällen eine nette und ehrlich klingende Antwort. Das wäre in Österreich undenkbar meiner Erfahrung nach.

9 Die Australier kennen Austria!: Jeder a) kennt Österreich, b) weiß ca. wo Österreich liegt oder c) war sogar schon einmal dort oder kennt jemanden der dort war. Der reisende Österreicher kennt ja die gefürchtete „Austria?! Ohhh kangaroos!“ Reaktion auf die Antwort woher man den komme. Passiert hier logischerweise nicht 🙂

10 Have you got an I.D. on you? Mit 28 Jahren beim Kauf einer Flasche Wein um den Ausweis gefragt zu werden. Ich sehe es einfach mal als Kompliment!

11 Unverbindlichkeit und Unpünktlichkeit: Für mich als eingefleischte Österreicherin ist das sehr gewöhnungsbedürftig. Es ist vollkommen gesellschaftlich akzeptiert 30-60 Minuten zu spät zu einer Einladung zu erscheinen oder im letzten Moment abzusagen (oder auch nicht und einfach trotz Zusage nicht auftauchen). Umgekehrt muss man aber dann auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man selbiges macht.

12 Jahreszeitenunabhängiges Essen: Zugegeben, die Jahreszeiten sind hier nicht so deutlich ausgeprägt wie in Österreich aber es gibt sie, zweifellos. Und die Winter können ziemlich kalt werden, genauso wie manche Sommertage SEHR heiß werden können. Das ändert aber nichts daran, dass es auch noch am heißesten Sommertag abends ein gekochtes, deftiges Fleischgericht o.Ä. gibt.

 

 

 

 

 

 

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4 Kommentare zu „12 Dinge die dir nur in Australien passieren

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