Australian adventures

1 Jahr Australien – eine Zusammenfassung

Ich kann es kaum glauben, dass es jetzt bereits ein ganzes Jahr her ist, dass ich meine weite Reise nach Australien angetreten habe!

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um hier einen kleinen Teil meiner Eindrücke und Erfahrungen darzustellen, die ich in diesem Jahr gesammelt habe.

Picsart Travel  PicsArt Beach

Land & Leute

Zum Land möchte ich gar nicht zu viel sagen, da sprechen die Bilder für sich und jeder, der schon mal das Vergnügen hatte, hier Zeit zu verbringen, weiß wahrscheinlich wovon ich rede. Australien hat wahnsinnig viel zu bieten, die Natur und die Tierwelt sind einzigartig und der lange Sommer traumhaft schön (wenn auch manchmal etwas ZU heiß für mich 😉 )

Ich habe das Glück, an der Küste zu wohnen, also kann ich nach Lust und Laune zwischendurch zum Strand fahren, das ist unbezahlbar!

Die Leute um mich herum sind unglaublich nett, offen, hilfsbereit, witzig und interessant. Ich habe sehr viele neue Kontakte knüpfen können, was mein Leben sehr bereichert hat. Mein Umfeld konzentriert sich gerne auf die „Sonnenseiten“ des Lebens, Spaß, Witz und Lebenslust stehen im Vordergrund, über Probleme wird selten und ungerne geredet, es wird weniger über alles und jeden geschimpft (als ich es aus Österreich gewohnt bin 😉 )

Picsart Schildkröte

Geld & Job

Da wird’s etwas schwieriger. Die gute Nachricht ist, dass der Wechselkurs für uns Europäer derzeit wahnsinnig gut ist, d.h. wir bekommen mehr für unser Geld 😉 Generell ist aber vieles leider um einiges teurer als in Österreicher.

Mit der Zeit habe ich aber herausgefunden, wo man günstig einkaufen, essen und trinken kann, vieles ist beispielsweise auch sogar billiger als zu Hause oder gleich teuer (bestimmte Speisen im Pub, Milch, Saft etc.)

Hier einen Job zu finden, ist aus meiner Sicht äußerst schwierig. Auch Gespräche mit meinen australischen Freunden haben mir das bestätigt. In Wien war es nie ein Problem, zumindest einen Aushilfsjob zu bekommen, um etwas Geld dazu zu verdienen und selbst das scheint hier schwierig zu sein. Außerdem werden in vielen Jobs bereits Kurse/Zertifikate im Vorfeld verlangt um überhaupt eingestellt zu werden (zB in sämtlichen Positionen wo man mit Alkoholverkauf bzw. -ausschank zu tun hat). Diese Kurse können zwar im Schnellverfahren problemlos absolviert werden, kosten aber natürlich Geld und garantieren einem auch keine Stelle.

Es scheint hier, ähnlich wie in Österreich, mehr darauf anzukommen, WEN man kennt und eine gute Portion Glück gehört wahrscheinlich auch dazu.

Picsart Animals

Traditionen & Bräuche

Für mich, als sehr traditionsbewussten Menschen, ist es eine große Umstellung, in einem relativ „jungen“ Land zu leben, das im Vergleich wenige eigene Bräuche pflegt.

In Österreich kann man das Jahr sehr schön einteilen, im Feber findet der Fasching statt, danach kommt bald Ostern, im Mai die Maibäume, gefolgt vom Sommerbeginn und diversen Festen im Sommer,  Sturm & Kastanien im Herbst und natürlich meine Lieblingszeit, der Advent und die Weihnachtszeit. Zum Abschluss dann Silvester mit Fondue und Blei gießen (obwohl ich das seit Jahren nicht mehr gemacht habe, aus nostalgischen Gründen habe ich mir allerdings vor einer Woche ein gebrauchtes Fondueset gekauft, hihi).

Es gibt auch wenige traditionelle Speisen oder Getränke, die zu bestimmten Anlässen gegessen/getrunken werden, wie zB bei uns die Osterjause oder den Glühwein 😉

Der Mangel an Bräuchen und Traditionen liegt aber vermutlich auch daran, dass Österreich ein sehr katholisches Land ist, was ja in Australien nicht der Fall ist.

Was finde ich besser in Australien als zu Hause?

Punkt 1 – ganz pragmatisch und unösterreichisch:

  • Die flexiblen Öffnungszeiten von Geschäften (wohingegen Bars und Pubs oft schon um Mitternacht zusperren!) – ich liebe es, am Sonntag bzw. unter der Woche bis 21 oder 22 Uhr  einkaufen gehen zu können (nicht, dass ich es allzu oft mache, aber ich bin froh, dass die Möglichkeit besteht).
  • Das Wetter und natürlich die Tatsache, dass ich einen Strand in der Nähe habe 🙂
  • Der Umgang der Menschen untereinander – freundlicher und offener
  • Die Preise für Zugreisen sind um ein vielfaches billiger als in der Heimat – auch wenn die Züge viel langsamer und unmoderner sind, aber das nehme ich gerne in Kauf (kenne ja schließlich noch die alten Züge der GKB 😉 )
  • Mein Lieblingsgesetz in NSW: In jedem Pub/Restaurant/Bar bekommt man gratis Wasser entweder hingestellt oder man kann sich selbst bedienen, man muss sich auch nicht blöd vorkommen, wenn man nichts zusätzlich zum Trinken bestellt

Was mir hier fehlt:

  • An erster Stelle natürlich ganz klar meine Familie und Freunde! Falls das jemand von euch liest, DANKE für alles, ohne eure großartige Unterstützung und Bestärkung wäre das alles hier für mich nicht möglich.
  • Schnee und Kälte! Wer hätte das gedacht?! Ja, es gibt hier auch einen Winter und ja, es wird teilweise auch ziemlich kalt, aber es ist eben doch nicht das gleiche. Ich finde es schön, dass es hier zumindest Jahreszeiten gibt, auch wenn manch einer davon träumt, das ganze Jahr Sommer zu haben, für mich wäre es jedoch nichts. Ich mag es, wenn ich an einem kalten Tag in mein warmes Zuhause komme und es mir mit einer Decke und einem Tee gemütlich machen kann während es draußen stürmt und schneit. Das kommt hier leider eher selten bis gar nicht vor.
  • Diverse Lebensmittel wie zB anständiges Brot! Topfen, Kaffeejoghurt, dünn aufgeschnittene Wurstsorten wie zB Wiener Wurst, Schwarzwälder, etc., Mozzarella (gibt es hier zwar, scheint aber dem Preis nach zu urteilen eine Delikatesse zu sein), diverse Schokoladen, Mehlspeisen und Torten! Zum Glück schickt mir meine Familie regelmäßig Naschsachen 🙂 und zum Glück gibt es hier „Aldi“, der auch eine gute Auswahl an deutschen/österreichischen Produkten hat. Grundsätzlich ist sehr vieles hier zu bekommen (u.a. sogar steirisches Kürbiskernöl aus Wagna!), wenn man bereit ist, die teilweise horrenden Preise zu bezahlen. Man wird aber auch kreativ, ich habe zB selbst Crémé fraîche gemacht, weil ich nicht bereit bin ~$6 für einen 200 g Becher zu bezahlen.
  • Die „Gemütlichkeit“ – Auch wenn viele (inkl. mir) oft der Meinung sind, alles in Australien sei ja so „relaxed“, dem ist meiner Erfahrung nach leider nicht so. Das trifft auf viele der Leute zu, aber nicht auf die Gesetzgebung – im Gegenteil. Es scheint mir, als sei ALLES strikt reguliert, v.a. was Öffnungszeiten von Bars/Pubs und Gesetze zum Alkoholausschank betrifft (und dazu die Preise!), so macht mir Fortgehen leider keinen großen Spaß.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein spannendes, aufregendes, schwieriges, lustiges und durchwachsenes Jahr war mit Höhen und Tiefen, aber ich möchte nichts davon missen 🙂

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5 Kommentare zu „1 Jahr Australien – eine Zusammenfassung

  1. liebe Birgit! ein toller Einblick in dein letztes jahr in Australien, danke dafür! auf geht’s ins zweite, sicher noch erfolgreicheres!!!
    weiterhin ohren steifhalten und sonne genießen!!! 🙂

  2. Hey Birgit : ) total schöne Worte : ) es ist wirklich unglaublich, dass es schon ein Jahr her ist! Ich wünsch dir auch für dein zweites Jahr viel Glück und Erfolg, aber wie ich dich kenne wirst du das genau so locker meistern wie das erste! ich freue mich sehr wenn wir persönlich im Feber über dein Jahr am anderen Ende der Welt quatschen können. PS: du fehlst uns auch sehr! : ) : X : X

  3. und ob das wer ließt ; )
    ich find´s noch immer so cool, dass du diesen schritt gewagt hast…..
    obwohl du hier natürlich allen sehr fehlst!
    freu mich auf unser wiedersehen : *

  4. Danke an meine lieben, treuen Blogleser für das Feedback und die Wünsche für das nächste Jahr! Freue mich sehr, dass ihr nach wie vor meinen Blog verfolgt und kommentiert.
    Bald sehen wir uns zum Glück wieder, das wird suuuuper, freue mich darauf :-* :-*
    Bis bald, Birgit

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