Australian adventures

Die Tücken der hiesigen Autos

Nach dem Desaster letzte Woche (ich war im 2,5 km entfernten Einkaufszentrum und hab das Parkhaus bei der falschen Ausfahrt verlassen und komplett die Orientierung verloren. Knapp vor dem Nervenzusammenbruch habe ich dann doch noch trotz Navi nach Hause gefunden) habe ich am Mittwoch einen weiteren Versuch gestartet, ein paar Erledigungen alleine zu machen.
Kann ja nicht so schwer sein!

Ich musste zum „Aldi“, da es das marokkanische Öl-Shampoo, das normalerweise in der Drogerie
$ 19,99 kostet um sensationelle $ 4,99 gab. Auf der Rückfahrt wollte ich noch zu Officeworks, (das ist die australische Version von Pagro) der auf der anderen Straßenseite vom Aldi liegt, fahren.

Also Wecker gestellt (man weiß ja nicht, welch ein Ansturm zu erwarten ist, hihi) und losgefahren. Soweit, so gut.

Der Einkauf bei Aldi verlief ohne besondere Vorkommnisse  und auch der befürchtete Andrang blieb aus. Nachdem ich ca. 4 l Shampoo + Conditioner am Beifahrersitz verstaut hatte, machte ich mich auf den Weg zu Officeworks bzw. habe es zumindest versucht. Das Ganze hat sich übrigens im unmittelbaren Radius des oben genannten Einkaufszentrum abgespielt (alles „eigentlich“ auf einem Haufen, nur wird die Erreichbarkeit durch tückische Abbiegeverbote und mehrere Spuren in die man sich einordnen muss, erschwert).

Es kam, wie es kommen musste: ich wollte nach links, war aber versehentlich auf der „Geradeaus“-Spur und aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens hatte ich keine Möglichkeit mehr, rechtzeitig die Spur zu wechseln. Macht ja nichts, dachte ich, dreh ich halt irgendwo um. Das „irgendwo“ war glücklicherweise bald erreicht, mit dem einzigen Nachteil, dass ich nach dem Umdrehen nur mehr links (ich musste aber nach rechts!!) abbiegen durfte. Leichte Panik stieg in mir auf, fühlte ich mich doch sehr an mein Malheur letzte Woche erinnert! Erfreulicherweise kam ich bald zu einem Kreisverkehr und ich konnte endlich wieder zurück auf meine geplante Route. In dem Moment, wo sich Erleichterung einstellte, begann das Auto ohne erkennbaren Grund zu piepsen, ich konnte aber keine Warnlampe o.Ä. sehen. Na gut, mir blieb nichts anderes übrig, als es zu ignorieren. Darauf reagierte das Auto aber mit einem noch bedrohlicherem und lauteren Piepsen! Zu allem Überfluss hatte ich auch mein Handy zu Hause vergessen, möglicherweise hätte ein panischer Anruf bei Julian ja das Geheimnis rund um das Piepsen lüften können (ziemlich sicher, wie sich später herausstellen sollte).

An dem Punkt (begleitet von der Tatsache, dass ich schon wieder (!) nicht rechts -wo Officeworks gewesen wäre- abbiegen konnte) beschloss ich -unter weiterem energischen Piepsen des Autos- unverrichteter Dinge nach Hause zu fahren (meine Shampoos, Conditioner und Hitzeschutzspray hatte ich ja immerhin!).

Das Piepsen wurde immer lauter und hörte erst auf, als ich das Auto vor dem Haus parkte…

Als ich Julian völlig außer mir davon erzählte und ihm schon nahelegen wollte, das Auto zum Mechaniker zu stellen, fragte er, ob ich etwas am Beifahrersitz hatte… Natürlich! Das Auto dachte, dass sich da die ganze Zeit ein 4 kg schwerer Beifahrer weigerte, sich anzuschnallen! Das blinkende Symbol ist praktischerweise auch nur für den Beifahrer erkennbar (oder zumindest für den achtsamen Fahrer, der sich noch nebenbei auf den Verkehr konzentrieren muss, nicht sichtbar) und da ich derlei moderne Autos auch nicht gewohnt bin, bin ich gar nicht erst auf diese Idee gekommen, dass das der Grund sein könnte…jaja, man lernt nie aus!

Aber es ist ja alles gut ausgegangen, das nächste Mal wird mein Einkauf entweder im Beifahrerfußbereich gelagert oder angeschnallt!

P.S.: Zu Officeworks ist dann Julian mit mir noch gefahren :p

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6 Kommentare zu „Die Tücken der hiesigen Autos

  1. Hey Birgit 🙂 total super : ) ich finde es so cool, dass du dich trotz all dieser Umstellungen diesen Herausforderungen stellst : ) du wirst sehen, Übung macht den Meister und bald wirst du das Verkehrsthema ganz locker nehmen! Bin stolz auf dich Schwester :-* ps.: total lustig geschrieben musste ein paar mal sehr lachen 😉

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